Wann ist die Beste Zeit für einen effektiven Workout ?

Training ist nicht gleich Training. Jede Trainingsmethode bringt andere Ergebnisse. Aber nicht nur die Wahl des Trainings entscheidet um Erfolg oder Misserfolg. Der richtige Zeitpunkt bestimmt, ob das Workout effektiv ist. Vom richtigen Trainingszeitpunkt profitieren nicht nur Leistungssportler, sondern auch all jene, die Sport als Hobby oder zum Fit halten betreiben.

Der richtige Zeitpunkt

Sport ist nicht gleich Sport. Jede Sportart beansprucht eine andere Körperpartie. Diese wiederum wird durch das Sport machen trainiert. Regelmäßiges Training ist dabei ausschlaggebend, um den Körper fit zu bekommen. Doch Sport allein hält den Körper nicht fit. Eine richtige Ernährung und ein fixer Zeitplan bestimmen den Zustand des Körpers. Besonders effektiv ist ein Training erst allerdings dann, wenn das Training zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt wird.

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wer ein Frühaufsteher ist, sollte sein Training ab 6 Uhr früh betreiben. Durch das frühe Aufstehen kommt der Körper auch früher in Schwung. Die Leistungskurve sinkt jedoch umso stärker ab, wie später es wird. Frühmenschen wird somit ein Training am Abend abgeraten, um das Workout effektiv ausfallen zu lassen.

Morgens ist besonders Jogging effektiv. Der Körper „verbrennt“ früh morgens Fett noch am besten bzw. mehr als am restlichen Tag. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Jogger bzw. die Joggerin vor dem Laufen noch nichts gegessen hat. Durch den leeren Magen in Kombination mit der frühen Uhrzeit absorbiert der Körper seine Energiereserven, also die „Fettpolster“. Sind jedoch die Energiereserven aufgebraucht, kann es passieren, dass das Training den gegenteiligen Effekt erzielt und der Sportler sich kraftlos fühlt. Ein voller Magen hingegen hindert deutlich am Training. Das Schweregefühl im Magen bereitet Unbehagen und sorgt dafür, dass aus einem effektiven ein ineffektives Workout wird.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Mensch vor allem morgens und vormittags besonders konzentriert ist. Wer also effektiv trainieren will, sollte diese Konzentration nutzen und trainieren. Beschließt allerdings der eigene Biorhythmus, dass morgens das Bett attraktiver ist, können zwei Wege eingeschlagen werden. Entweder wird das Training auf später verschoben oder der Biorhythmus wird umtrainiert. Ist man nämlich morgens schlaff, ist das Workout alles andere als effektiv.

Fit in den Abendstunden

Die meisten Menschen sind besonders zwischen 16 und 19 Uhr fit. Während dieser Stunden laufen die Körperfunktionen auf Hochtouren. Der Körper ist außerdem am späten Nachmittag voll leistungsfähig. Zu dieser Zeit können zahlreiche Sportarten effektiv betrieben werden. Krafttraining, Aerobic, Kampfsport oder Ausdauertraining sind nur einige davon. Die Leistungsfähigkeit hält sich bei den meisten Menschen bis ungefähr 21 Uhr. Ab dieser Uhrzeit nimmt sie nach und nach ab. Wer also um diese Uhrzeit trainiert, erzielt geringere bis keine Ergebnisse. Die Ursache hierfür liegt am Herz-Kreislauf-System. Dieses wird ab 21 Uhr heruntergefahren. Die Folge ist, dass der Körper sich auf den Schlaf vorbereitet und in den Erholungsmodus schaltet. Der Leistungsmodus wird stillgelegt. Bei den meisten Menschen verursacht ein Training nach 21 Uhr zudem Schlaf- bzw. Einschlafprobleme.

Jedoch ist Mensch nicht gleich Mensch. Morgenmenschen trainieren am effektivsten am Morgen. Nachtaktive wird ein effektives Training zu ihrer Zeit empfohlen. Ist man ein Nachtmensch, kann ein Training nach 21 Uhr statt schädigend äußerst effektiv sein. Bei Langschläfern verschiebt sich die Leistungskurve nach hinten. Dies hat zufolge, dass der Körper auch zu späteren Stunden noch zu erhöhten Leistungen wie Sport fähig ist. Treten allerdings klassische Stresssymptome wie etwa Magenbeschwerden oder bereits erwähnte Schlafstörungen auf, ist dies ein Warnsignal. Dann sollten auch Nachtaktive ihr Training auf früher verschieben, um nicht ihre Gesundheit zu riskieren.

Workout und Arbeit unter einen Hut bringen

Ein effektives Workout hängt somit vom Lebensrhythmus ab. Wer über arbeitsfreie Tage verfügt, an welchen er trainieren und zugleich ausschlafen möchte, wird ein Training ab 11 Uhr empfohlen. Nach dem Mittagessen schaltet der Körper aber wieder auf Sparflamme zurück. Das Blut, welches sonst in die Muskeln gelangt, wird nun dem Magen-Darm-Trakt zur Verfügung gestellt, welcher mit dem Verdauen des Essens beschäftigt ist. Möchte man nach dem Mittagessen ein effektives Workout betreiben, sollte man mindestens zwei Stunden Pause machen.

Für all jene, welche einen Job mit festen Arbeitszeiten haben und somit erst am Abend Zeit für Training haben, bieten 24-Stunden-Fitnesscenter eine gute Möglichkeit. Ist der Körper bzw. der Biorhythmus erstmals auf spätes Training eingestellt, können dann selbst Morgen- und Vormittagssportler gute Ergebnisse beim Workout erzielen. Nach der Arbeit sollten aber Sportarten wie Gymnastik, Tai Chi, ruhiges Ausdauertraining, Yoga und Vergleichbares schwerem Krafttraining vorgezogen werden. Besonders gut muss darauf achtgegeben werden, dass der Körper sich abkühlen kann. Dies kann durch Stretchen begünstigt werden. Mit der Abkühlphase leitet der Körper die Entspannungsphase ein und ermöglicht einen erholsamen Schlaf.

Abschließend bleibt zu sagen:

Ein effektives Workout wird dann erzielt, wenn der Körper die beste Leistung bringt. Frühaufsteher sollten morgens ihr Bestes geben. An freien Tagen kann das Training ruhig auf den Vormittag verschoben werden. Nachtaktive dürfen hingegen abends trainieren, solange der Körper nicht darunter leidet.

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